Die Lauscherlounge präsentiert: Das Lufer Haus

Statt neutraler Studioatmosphäre fanden sich
alle Beteiligten in einer unheimlichen und entrückten Kulisse wider. Ähnlich wie an verlassenen Orten, wie den ‚Beelitz
Heilstätten‘ bröckelt der Putz, die Natur beginnt die Oberhand über die Bausubstanz zu gewinnen, und das schlechte
Herbstwetter während der Aufnahmen trug seinen Teil zur beklemmenden Atmosphäre bei. Vor Ort wurde dann eher
wie im Film oder Theater im Ensemble gespielt, nicht wie üblich im Studio.

Der ganze Aufwand soll folgendes Hörspiel-Experiment möglich machen: Die zum größten Teil unbekannten Schauspieler
verkörpern eine Forschergruppe, die in einem unheimlichen Haus in der Schweiz auf der Spur nach Hinweisen
auf paranormale Aktivitäten sind, und nach ihrem Verschwinden nichts hinterlassen, als eine Ansammlung von
Tondokumenten.

Geschrieben wurde das clevere Stück von Kai Schwind, der bisher eher für seine spaßigen Hörspielentwicklungen, wie
‚die Ferienbande‘ bekannt war, sich aber nun den eher dunklen Geschichten zugewandt hat.

Das Artwork der CD funktioniert ganz im Sinne des Inhalts. Bei dem ,Lufer Haus‘ handelt es sich um ein verfallenes
Schweizer Landhaus. Die verrotteten Bretter der Fassade dienen auch zur Covergestaltung. Schatten, Astlöcher und
Risse im Holz lassen Monsterfratzen entstehen – und vieles entdeckt man erst auf den zweiten Blick.

Mit "Das Lufer Haus" versucht die Lauscherlounge wieder einmal neue Pfade in der Hörspielproduktion einzuschlagen. Schon "übermacht", die vorherige Produktion der Kreuzberger, erzählt auf eine für das kommerzielle Hörspiel ungewöhnliche
Art seine Geschichte. Damit hat es sich nicht nur einen Platz auf der hr2 Bestenliste ergattert, sondern stieß
auf durchweg positive Resonanz.

Quelle: Lauscherlounge

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at


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