Abbado, Pletzinger, von Weizsäcker: das ARD Radiofestival vom 29. August bis 4. September

Konzert/Oper: täglich ab 20.05 Uhr

"Die Nacht" ist in diesem Sommer das Thema des Lucerne Festivals. Dabei kann eine Gattung wie die Serenade natürlich nicht fehlen. Das Ensemble des Lucerne Festivals unter Leitung von Claudio Abbado brachte die Serenade Nr. 1 D-Dur von Johannes Brahms in einer Nonett-Fassung von Jorge Rotter zur Aufführung. Fünfzehn Soloinstrumente erfordert im zweiten Teil die Kammersinfonie Nr. 1 op. 9 von Arnold Schönberg - zu hören am Mittwoch, 31. August. Am Sonntag, 4. September, ist eine Aufzeichnung vom Eröffnungskonzert des Baltic Sea Festival 2011 zu hören. Das Estonian National Symphony Orchestra, der Estonian Concert Choir und der Latvian Radio Choir unter Leitung von Tônu Kaljuste stellen Werke der bedeutendsten baltischen Komponisten vor.

Das Hörspiel: Sonntag, 22.00 Uhr

"Die 1937 in den Isarauen gebaute Mustersiedlung Föhrenwald hat eine wechselvolle Geschichte. Zwischen 1940 und1945 diente sie als Lager für die Arbeiter der Pulver- und Munitionsfabriken in Geretsried, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Föhrenwald unter US-Militäraufsicht ein Auffanglager für heimatlose Ausländer. Bis in die Mitte der 50er-Jahre lebten dort europäische Juden, Überlebende des Holocausts, die auf eine Ausreise hofften. Erst ab 1955 zogen in Föhrenwald Bewohner freiwillig ein - kinderreiche Familien und Heimatvertriebene. Die Stimmen des Hörspiels "Föhrenwald" von Michaela Melián berichten von verschiedenen Phasen des Lebens in der Siedlung, sie sind Originalaufzeichnungen von ehemaligen Bewohnern entlehnt.

Die Lesung: Montag bis Freitag, ab 22.30 Uhr

Exklusiv für das ARD Radiofestival geschriebene Erzählungen sind in dieser Woche zu hören. Am Dienstag, 30. August, liest Steffen Kopetzky "Die Woche in der ich Thomas Berhard war". Der Autor, 1971 in Pfaffenhofen an der Ilm geboren, wurde mit seinem Roman "Grand Tour oder die Nacht der Großen Complication" berühmt. Am Freitag, 2. September, liest Thomas Pletzinger seine Erzählung "1975 in Bildern". Thomas Pletzinger, 1975 in Münster geboren, arbeitet als freier Schriftsteller, Drehbuchautor und Übersetzer.

Das Gespräch: Montag bis Freitag, ab 23.05 Uhr

David Grossman zählt zu den wichtigsten Autoren Israels. Die Sendung am Montag, 29. August, besteht aus zwei Gesprächen, die in großem Abstand geführt wurden. Der erste Teil geht auf den Anfang der 90er-Jahre zurück, als David Grossman am Beginn seiner Karriere stand. Sein Hauptthema damals: das Schweigen über den Holocaust. Zwanzig Jahre später war er ein international gefeierter Autor. Im Mittelpunkt seiner Schreibarbeit stand nun die gegenwärtige israelische Tragödie. Am Mittwoch, 31. August, ist Richard von Weizsäcker zu Gast. Er zählt zu den beliebtesten Bundespräsidenten der Republik und genießt noch heute als moralische Instanz ein hohes Ansehen. Er erzählt von seiner Zeit als Offizier der Wehrmacht und in der Politik.

Jazz: Montag bis Freitag, 23.30 Uhr; Sonnabend im Anschluss an die Oper

Der spanische Flamenco ist eine über Jahrhunderte gewachsene Musik- und Tanzkultur, in die sich auch jüdische und maurische Elemente mischten. All das prägte die "Duende" - ein kaum übersetzbares Wort, das Geist und Seele des Flamenco beschreibt. Chano Domínguez und seine Gruppe haben diese Duende mit dem Spirit des Jazz fusioniert. Für die Produktion der WDR Big Band Köln, die Jörg Heyd im ARD Radiofestival Jazz vorstellt, komponierte Domínguez neue Stücke. Vince Mendoza schrieb die Arrangements und stand auch am Dirigentenpult. "Música con Alma" ist am Dienstag, 30. August, zu hören.

Weitere Informationen unter www.ard-radiofestival.de

Monika Röth (monika)
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