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Monika Röth (monika), 07.02.2009

Zehn Jahre Ö1-"Literatur als Radiokunst" - Werkpräsentation in Wien und Ausstellung

Im Rahmen des Ö1-"Kunstradios" gibt es seit 1999 die Reihe "Literatur als Radiokunst" - eine Präsentationsform von Literatur im Radio abseits der traditionellen Genres wie "Lesung" und "Hörspiel". Anlässlich des runden Geburtstages gibt es am 10. Februar eine Werkpräsentation im Wiener "Literarischen Quartier Alte Schmiede", ab 3. März eine multimediale Ausstellung im Wiener Literaturhaus und am 1. März eine "Kunstradio"-Jubiläumssendung in Ö1.

In der seit zehn Jahren im Rahmen des Ö1-"Kunstradios" stattfindenden Reihe "Literatur als Radiokunst" werden den Autorinnen und Autoren die Produktionsmittel überlassen, das heißt die Gestaltung der Textpräsentation unterliegt nicht dem Konzept eines Regisseurs, sondern geschieht nach dem Willen der Autorinnen und Autoren. 1999 auf Anregung der Medienkünstlerin Liesl Ujvary erstmals auf Sendung, seit 2001 von der Germanistin Christiane Zintzen betreut, bringt "Literatur als Radiokunst" pro Jahr vier genuine Autorenproduktionen heraus, seit 2005 im Surround Sound. Gebündelt in zwei Ausgaben des "Kunstradios" werden die literarischen Klangskulpturen Ende Juni und Anfang Dezember gesendet. Das Ziel der Reihe, Autorinnen und Autoren an die autonome Produktion avancierter Klangwerke heranzuführen, blieb nicht ohne Echo: Franz Josef Czernin, Händl Klaus, Barbara Köhler, Hanno Millesi und Kathrin Röggla haben hier ihre akustische Karriere begonnen. Mit Oswald Egger (2004) und Anja Utler (2008) wurden zwei dieser Erstlingswerke mit der renommiertesten Auszeichnung für literarische Radiokunst, dem "Karl Sczuka Förderpreis" des SWR, ausgezeichnet. Heuer sind Richard Obermayr, Urs Allemann, Sabine Scho und Nico Bleutge im Studio zu Gast bei "Literatur als Radiokunst".

Am 1. März steht im Ö1-"Kunstradio" ab 23.03 Uhr eine Jubiläumsausgabe von "Literatur als Radiokunst" auf dem Programm: Die Schriftstellerin und KünstlerinLiesl Ujvary arbeitet dabei mit zehn Sendungen der vergangenen zehn Jahre, u. a. von Brigitta Falkner, Christian Loidl, Margret Kreidl, Benedikt Ledebur, Ann Cotten und Monika Rinck. Die Bearbeitungen gehen in Richtung elektronischer Avantgarde - Verzerrungen, Verschiebungen, Veränderungen einzelner Parameter oder ganzer Parametergruppen finden statt.

Bereits am 10. Februar gibt es im "Literarischen Quartier Alte Schmiede" in Wien einen Präsentationsabend: Dort haben Publikum und Autoren die Möglichkeit, die volle Surround-Qualität zu genießen, direkter Erfahrungsaustausch und Debatten zwischen Künstlern, Publikum und dem "Kunstradio"-Team sind dabei erfreuliche Nebenwirkung. Teilnehmer des "Jahresrésumées Literatur als Radiokunst 2008" sind Michael Hammerschmid, Monika Rinck, Bernhard Kathan, Ilse Kilic und Fritz Widhalm, die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr, Eintritt frei.

Im Wiener Literaturhaus findet von 3. März bis 29. April die multimediale Ausstellung "Zehn Jahre Literatur als Radiokunst" statt, die einen repräsentativen Querschnitt durch die Formenvielfalt der 40 bisher entstandenen literarischen Radiokunststücke bietet: Hörstationen, Kojen zum Experimentieren mit Effektgeräten, Partituren, Videos und Grafiken aus dem Kontext der Werke sowie sämtliche Web-Materialien laden zum interaktiven Entdecken der Exponate ein. Am Eröffnungsabend (3.3., 19.00 Uhr) stellt Kuratorin Christiane Zintzen Projekt und Produktionsweise vor, als leitende Redakteurin erläutert Elisabeth Zimmermann die seit den achtziger Jahren vom "Kunstradio" etablierte Werkstatt für Künstlerproduktionen in Ö1 und das Gespräch mit der Initiatorin Liesl Ujvary erhellt ästhetische Aspekte von Literatur als Radiokunst. Abschließend wird ein Ausschnitt aus Ujvarys eigens für die Ausstellung entstandenem Remix aus zehn Jahren Literatur als Radiokunst aufgeführt: "makellos: ein mischmasch". Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at.

Quelle: ORF

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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