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Monika Röth (monika), 21.08.2007

Traumberuf Sprecher: Tipps vom Profi

"Das Sprecherhandbuch" führt in die Welt der starken Stimmen ein: Uwe Herzog hat seine eigenen Erfahrungen aus mehr als 15 Jahren Sprechertätigkeit in einem Fachbuch für Kollegen und Newcomer zusammengefasst: "Das Sprecherhandbuch", soeben als E-Book im Kirsten Herzog Verlag erschienen, gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungswege und Einsatzgebiete für Sprecherinnen und Sprecher. Außerdem enthält es zahlreiche Tipps zu Selbstvermarktung, Honoraren und der Eigenproduktion von Sprachaufnahmen.

Norbert Langer ... Frank Glaubrecht ... Iris Artajo ... nie gehört? Wirklich nicht??? Zwar verbindet fast niemand mit den Genannten ein Gesicht - doch dafür sind uns ihre Stimmen umso stärker im Bewusstsein. Aus zahllosen Kino- und Fernsehfilmen, Werbespots, TV-Reportagen und vor allem Hörbüchern kennen wir ihr Timbre, ihren Sprechstil, ihren Atem. Mehr noch: Uns verbindet eine seltsame Vertrautheit mit den Stimmen von Tom Selleck (Norbert Langer), Richard Gere (Hubertus Bengsch), Penelope Cruz (Iris Artajo), Robert de Niro (Christian Brückner), Gérard Depardieu (Manfred Lehmann) oder Robert Redford (Rolf Schult) ... diese erste Garde der deutschen Synchronsprecher steht für ein Berufsbild, das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat: die professionelle Sprechstimme.

Derzeit gibt es schätzungsweise zwischen zwei- und dreitausend Menschen in Deutschland, die ihr Geld damit verdienen, Hustensaft anzupreisen, TV- und Hörfunkprogramme zu präsentieren, amerikanische Stars zu synchronisieren, Anrufbeantworter großer Unternehmen zu besprechen, aus Baumarktvideos zu blubbern, aktuelle Nachrichten zu verbreiten oder eben Hörbüchern Leben einzuhauchen. Nur wenige tun dies als Festangestellte, die meisten arbeiten freiberuflich. Tausende bieten ihre Stimmen im Internet an und hoffen auf lukrative Engagements: Allein die Sprecher-Suchmaschine www.find-a-voice.de verzeichnet mehr als 1.400 weibliche und männliche Sprechstimmen.

Und tatsächlich gibt es für viele von ihnen mehr zu tun denn je: "Jährlich werden hier zu Lande rund 300 Spielfilme synchronisiert," schätzt der Kölner Berufssprecher und Sprechtrainer Uwe Herzog, "hinzu kommen zahlreiche Fernsehserien, pro Jahr mehrere tausend Episoden und Einzelproduktionen. Entsprechend häufig werden Synchronsprecher für Haupt- und Nebenrollen besetzt. Doch nicht nur bei der Lippensynchronisation sind gute Sprecher gefragt: auch im Hörfunk, bei TV-Magazinen und Dokumentationen, bei Nachrichtenprogrammen, in Multimediaproduktionen und vor allem im Commercial-Bereich."

"Ein weiteres stark expandierendes Einsatzgebiet für neue Stimmen ist der Hörbuchbereich," so Herzog weiter, der selbst ein Dutzend Hörbücher vertont hat, " das ist vielleicht das anspruchsvollste Feld für Sprecherinnen und Sprecher überhaupt, denn immerhin wollen die Hörbuch-Hörer mit häufig recht langen und schwierigen Texten gut unterhalten werden!"

Uwe Herzog hat seine eigenen Erfahrungen aus mehr als 15 Jahren Sprechertätigkeit in einem Fachbuch für Kollegen und Newcomer zusammengefasst: "Das Sprecherhandbuch", soeben als E-Book erschienen, gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungswege und Einsatzgebiete für Sprecherinnen und Sprecher. Außerdem enthält es zahlreiche Tipps zu Selbstvermarktung, Honoraren und der Eigenproduktion von Sprachaufnahmen.

Herzogs Kollege Rainer Maria Ehrhardt attestiert dem "Sprecherhandbuch", zu dem bereits eine Audiofassung in Vorbereitung ist, große Fachkenntnis: "Besser kann man Neulingen in diesem Geschäft das Business nicht erklären und alten Hasen dabei auch noch eine Menge neuer Informationen vermitteln." Ehrhardt ist selbst seit Jahrzehnten als Profi-Sprecher tätig und zugleich Vorsitzender der "Vereinigung Deutscher Sprecher e.V." (VDS), die mit rund 280 Mitgliedern derzeit größte Interessenvertretung der freien Sprecher in Deutschland.

Auch Rainer Maria Ehrhardt sieht für gute Stimmen einen wachsenden, wenn auch hart umkämpften Markt: "Man kann davon leben, wenn ein paar wichtige Voraussetzungen gegeben sind: Man muss eine gute Stimme haben, in der Lage sein, Texte auch wirklich korrekt wiedergeben zu können und sich über eine lange Anlaufstrecke erst einmal an die Spitze hocharbeiten." Uwe Herzog ergänzt: "Für einige Berufsgruppen ist Sprechen besonders interessant - für Schauspieler und Journalisten zum Beispiel. Die bringen schon viel Handwerkszeug mit und können sich damit leicht neue Einkommensquellen etwa in der Synchronisation oder der Werbung erschließen..."

"Das Sprecherhandbuch" ist im Kirsten Herzog Verlag als E-Book erschienen (ca. 230 Seiten/pdf) und vergünstigt im Internet erhältlich (um € 12,90): www.sprecherhandbuch.de



Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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