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Monika Röth (monika), 11.02.2008

Sämtliche Preisträger des diesjährigen Deutschen Hörbuchpreises stehen fest

Auch die Gewinner in den vier letzten von insgesamt sieben Kategorien sind nunmehr von der Jury bestimmt: Deutscher Hörbuchpreis 2008 für Glenn Gould Trilogy, „Träume“ von Günter Eich, Peter Simonischek und „Afrika erzählt“.

Der Deutsche Hörbuchpreis für die „Beste Information“ geht an Michael Stegemann für die „Glenn Gould Trilogy – Ein Leben“. Der Musikwissenschaftler Stegemann porträtiert den legendären kanadischen Pianisten in einer „klingenden Biographie“, die Goulds eigenen musikalischen Prinzipien und seiner Radioästhetik folgt. So entsteht ein Porträt, das nicht nur Goulds schwierigen Charakter, sondern auch seine musikalische Handschrift sensibel wiedergibt. Produziert wurde das dreiteilige Werk vom Kulturradio WDR 3 mit Sony Classical.

Als „Beste Fiktion“ des vergangenen Jahres wird ein Radiostück prämiert, das mehr als 50 Jahre alt und noch immer hochaktuell ist. Ausgezeichnet wird posthum der Dichter Günter Eich (1907-1972) für sein Hörspiel „Träume“, einen der berühmtesten Beiträge zur deutschen Hörspielgeschichte. Der Hörverlag bietet den Klassiker in zwei Interpretationen zum Vergleich an: in der historischen Aufnahme von 1951 und einer Neuproduktion des NDR von 2007. Zusammen verdeutlichen die Aufnahmen nicht nur die Hellsichtigkeit der literarischen Phantasien Eichs, sondern auch die Entwicklung der Hörspielästhetik in mehr als 50 Jahren Radiogeschichte. Eine Auszeichnung geht daher auch an Norbert Schaeffer, Leiter der NDR-Hörspielabteilung, der die Neuproduktion anregte.

Den Deutschen Hörbuchpreis für den „Besten Interpreten“ erhält der österreichische Schauspieler Peter Simonischek für seine Lesung des wohl erfolgreichsten Romans von Leo Perutz. Der Meister des Jüngsten Tages ist angesiedelt in Wien kurz vor dem Ersten Weltkrieg, wo der Erzähler in eine seltsame Serie von Todesfällen verwickelt wird und dabei auch die eigenen seelischen Abgründe entdeckt. Peter Simonischek, so die Jury, führt „in gekonnter Manier“ durch diesen psychologisch wie literarisch raffinierten Spannungsroman. Das Hörbuch ist 2007 zum 50. Todestag von Leo Perutz im Verlag Hörbuch Hamburg erschienen. „

Die beste verlegerische Leistung“ des Jahres 2007 fand die Jury des Deutschen Hörbuchpreises in der Hörbuch-Reihe „Afrika erzählt“. Die außergewöhnliche Edition, die mittlerweile zwölf Titel umfasst, präsentiert die hierzulande nahezu unbekannte Literatur Afrikas. Prominente Sprecher wie Nina Petri, Eva Mattes, Manfred Zapatka, Udo Samel, Martina Gedeck u.v.a. lesen Texte der wichtigsten afrikanischen Schriftsteller, die uns nicht nur viele aktuelle gesellschaftliche Themen näher bringen, sondern auch von der Farbigkeit afrikanischer Erzähltradition zeugen. Herausgegeben wird die Hörbuch-Reihe vom Verlag „steinbach sprechende bücher“ in Kooperation mit „Scala Z Media“. Mit einem Teil aus dem Verkaufserlös unterstützen die beiden UNICEF, mit dem Ziel, Bildungsprojekte in Afrika mit zu befördern. Den Preis teilen sich Verlagsleiter Peter Bosnic und Lektoratsleiter Guido Heidrich mit dem Autor und Regisseur Ulrich Krenkler, der das Projekt entwickelte.

Die weiteren Preisträger des Deutschen Hörbuchpreises 2008 sind bereits bekannt. In der Kategorie „Das besondere Hörbuch“ wird Karl Bruckmaier ausgezeichnet, Regisseur der Hörbuchproduktion Die Ästhetik des Widerstands von Peter Weiss. Der Preis für die „Beste Interpretin“ geht an die Schauspielerin Anna Thalbach für ihre Lesung des Romans „Paint it black“ von Janet Fitch. Zusammen mit der Schauspielerin Anna Carlsson erhält Anna Thalbach ebenfalls einen Deutschen Hörbuchpreis für „Das beste Kinder- und Jugendhörbuch“, die Produktion Liebe Tracey, liebe Mandy nach einem Roman von John Marsden.

Quelle: Der Deutsche Hörbuchpreis

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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