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Monika Röth (monika), 10.07.2007

SWR-Produktion ist Hörspiel des Monats Juni 2007

Das vom SWR federführend produzierte Hörspiel "Die Geschichte vom Franz Biberkopf" von Alfred Döblin ist von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats Juni 2007 gewählt worden.

Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste würdigt erste vollständige Inszenierung von Alfred Döblins "Die Geschichte vom Franz Biberkopf" als "großes Stück Wirklichkeit" / Koproduktion: SWR/BR/RBB/Patmos: Die 82-minütige Inszenierung von Regiseur Kai Grehn, eine Koproduktion von SWR, BR, RBB und Patmos Verlag (Dramaturgie: Hans Burkhard Schlichting), realisiert erstmals in voller Länge die von Döblin autorisierte Hörspielfassung seines Romans "Berlin Alexanderplatz". Eine gekürzte Fassung aus dem Jahr 1931 (Regie: Max Bing) blieb im Weimarer Rundfunk ungesendet und wurde erst in den 50er Jahren ausgestrahlt. Neben Andreas Leupold als Franz Biberkopf und Jule Böwe als Mieze treten in der Neuproduktion u. a. die Berliner Autoren Thomas Brussig, Tanja Dückers, Judith Hermann in kleinen Rollen auf. Die Hörspielmusik haben Kai Uwe Kohlschmidt und Tarwater komponiert. Die Erstsendung war am 24. Juni 2007, zwei Tage vor Döblins 50. Todestag, in SWR2.

Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: "Die Welt ist schlecht, wie soll da jemand gut bleiben können? Alfred Döblins Arbeiter Franz Biberkopf schafft es nicht. Aber der SWR schafft es, `Berlin Alexanderplatz", den ersten deutschen Großstadtroman, zu verhörspielen. Schon der Mut dazu ist uneingeschränkt zu loben [...] Regisseur Kai Grehn montiert Motive und Handlungsstränge zu kontrastreicher Vielfalt mittels verteilten Räumen und Mehrdimensionalität im Klang. Er inszeniert aber dialogischer als die Romanvorlage es nahelegt: Die Hauptfigur Großstadt tritt in den Hintergrund, so umgeht Grehn die Übermacht des Döblinschen Textgebirges. Ohne Beglaubigung durch die vorzüglichen Sprecherstimmen gelänge dies nicht: Sie lassen Berliner Proletariat und Unterwelt zu Döblins Zeit beeindruckend plastisch auferstehen. Dem SWR gelingt das Kunststück, das Zeitkolorit der späten 20er zu bewahren und den Stoff zugleich vermittels aktueller musikalischer Grundierung von Kai Uwe Kohlschmidt ins Heute zu heben. Ein großes Stück Wirklichkeit ist zu hören. Das Hörspiel macht Lust, den Roman wieder zu lesen."

Das "Hörspiel des Monats" wird seit 1977 von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste aus dem Ursende-Angebot der Rundfunksender der ARD ermittelt. Über die Entscheidung befindet eine unabhängige Fachjury. Am Ende einer Sitzungsperiode wird aus den zwölf ausgezeichneten Hörspielen des Monats ein "Hörspiel des Jahres" gewählt.

Quelle: SWR

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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