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Monika Röth (monika), 26.02.2011

Ö1: "Hörspiel des Jahres 2010" ist "Die kleineren Reisen" von Alois Hotschnig

Bei der vom ORF zum 18. Mal durchgeführten Publikumswahl wählten die Hörerinnen und Hörer aus mehr als zwanzig Neuproduktionen des Jahres 2010 ihr "Hörspiel des Jahres". Zum ersten Mal geht der Preis an den renommierten österreichischen Autor Alois Hotschnig für sein Stück "Die kleineren Reisen". Der zum vierten Mal vergebene "Hörspielpreis der Kritik" ergeht an "Die Restlichen", das Hörspieldebut der Berliner Autorin Sabine Schönfeldt.

Die Ergebnisse wurden im Rahmen der "Langen Nacht des Hörspiels" am Freitag, den 25. Februar im Wiener ORF-RadioKulturhaus bekannt gegeben. Als "Schauspieler des Jahres" wurde der "Stimmkünstler" Cornelius Obonya geehrt. Das "Hörspiel des Jahres" wird am 26. Februar um 14.00 Uhr in Ö1 erneut ausgestrahlt. Sabine Schönfeldts Stück "Die Restlichen" wird im "Hörspiel-Studio" am Dienstag, den 1. März ab 21.00 Uhr wiederholt.

Mit seinem Zwei-Personen-Stück "Die kleineren Reisen" hat der 1959 geborene und in Tirol lebende Alois Hotschnig zwei großen Schauspielern ein Hörspiel auf den Leib geschrieben. Julia Gschnitzer und Joachim Bissmeier spielen ein altes Ehepaar, dessen Leben ums Essen kreist und deren Lebenserinnerungen eine Abfolge von Speisen sind. In dieser Produktion des ORF-Landestudios Tirol (Regie: Martin Sailer) ist das Genre Hörspiel weitgehend auf das Grundelement Sprache reduziert. Langsam im Tempo und ohne jegliches Fangnetz nehmen Julia Gschnitzer und Joachim Bissmeier dem Publikum die Angst vor dem Alter. Das alte Paar ist zwar skurril - aber ebenso liebenswert und auf eine unwiderstehliche Weise renitent.

Auf die Plätze zwei und drei wählte das Ö1-Publikum mit der höchsten bisher registrierten Beteiligung Wohlbekanntes und gänzlich Neues. Die zweithöchste Stimmenzahl entfiel auf die Arbeitslosen-Groteske "Bewerbung" der jungen oberösterreichischen Autorin Patricia Josefine Marchart. Auf Platz drei schließlich findet sich die Hörspielversion von Daniel Glattauers Romanbestseller "Alle sieben Wellen". Auf den weiteren Plätzen: Stücke des Autorenduos Werner Kofler und Antonio Fian ("Aufstellungen") und die Hörspielbearbeitung eines Filmexposès nach Jura Soyfer ("Der Streik der Diebe") von Götz Fritsch.

Vergabe des "Hörspiel-Kritikerpreises" an Sabine Schönfeldt

Eine Paarbeziehung steht auch im Mittelpunkt jenes Stücks, das mit dem "Hörspielpreis der Kritik" ausgezeichnet wurde. Zum vierten Mal bereits wählten Kritiker der "Salzburger Nachrichten", der "Presse", des "Standard", des "Kurier" und des "Falter" das, ihrer Ansicht nach, "künstlerisch ansprechendste und anspruchsvollste" Stück des Jahres. Ihre Wahl fiel auf "Die Restlichen", das Hörspieldebut der Berliner Autorin Sabine Schönfeldt. Ausgangspunkt ist eine Meinungsumfrage. Per Telefon will ein schlecht bezahlter Mitarbeiter eines Marktforschungsinstituts von einer kapriziösen Frau wissen, wie sie denn die "allgemeine wirtschaftliche Lage" einschätze. In der Regie von Kerstin Schütze verwickeln sich daraufhin Sven Philip als Anrufer und Caroline Peters als widerspenstige Befragte in ein Beziehungsdrama per Telefon.

Cornelius Obonya "Schauspieler des Jahres 2010"

Seit 1997 wählt eine Fachjury aus ORF-Hörspielregisseurinnen und -regisseuren gemeinsam mit der Ö1-Hörspiel-Redaktion die Schauspielerin oder den Schauspieler des Jahres. Ausgezeichnet und geehrt wurde diesmal einer, der seit gut 20 Jahren als eine der begehrtesten Radiostimmen im gesamten deutschsprachigen Raum gilt: Cornelius Obonya. Das langjährige Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters brilliert zurzeit in einem vielstimmigen Solo von Florian Scheuba und Rupert Henning. In "Cordoba - Die Revanche" spielt Cornelius Obonya mehr als zwanzig Rollen und turnt sich, scheinbar mühelos, durch eine Vielzahl deutscher Dialekte. Das erste Hörspiel, das der "Stimmkünstler" Cornelius Obonya im Wiener Funkhaus aufnahm, datiert aus dem Jahr 1991. 26 weitere allein für den ORF sollten folgen. Darunter Stücke von Werner Kofler, Gerhard Rühm und Werner Schwab, Groß- und Hochglanzproduktionen nach Joseph Roth, Henri Stendhal oder Alexandre Dumas. Dazu kommen viele Arbeiten für Berliner Sender und die gesamte ARD, in Österreich weit mehr als 100 Aufnahmen für Ö1 - von der "Holden Kunst" über "Diagonal", "Radiogeschichten" und "Radiokollegs" bis zu Features und Lesungen. Cornelius Obonya folgt als "Schauspieler des Jahres" bisher Ausgezeichneten wie Rudolf Wessely, Martin Schwab, Bibiana Zeller, Peter Simonischek, Peter Matic, Andrea Clausen, Erwin Steinhauer oder zuletzt Elisabeth Orth.

Quelle: {url=http:///www.orf.at[ORF[/url]

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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