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Monika Röth (monika), 11.06.2008

Ö1-Sommerserie: Christoph Ransmayr liest seinen Roman "Die letzte Welt"

Von 15. Juni bis 28. September steht in 16 Folgen Christoph Ransmayrs Roman "Die letzte Welt" - gelesen vom Autor - auf dem Ö1-Programm: jeweils sonntags ab 9.30 Uhr im Radio.

Als 1988 der Roman "Die Letzte Welt" des damals 34-jährigen und noch weitgehend unbekannten österreichischen Schriftstellers Christoph Ransmayr erschien, hieß es, Ransmayr habe sich damit einen "Logenplatz in der deutschen Literatur" erschrieben. Die hymnischen Kritiken waren umso erstaunlicher, als der Held des Romans der römische Schriftsteller Ovid war. Jener PubliusOvidiusNaso, dessen "Metamorphosen" - die "Bücher der Verwandlungen" - Generationen von Latein lernenden Schülern in Panik versetzten und zur Verzweiflung trieben. Was ist so faszinierend an Ovid, dessen Werke zwar kaum noch gelesen werden, deren Titel aber zum Kanon des klassischen Bildungsguts zählen? Warum nimmt sich ein Schriftsteller nach fast 2000 Jahren seiner Person an und rückt sie ins Zentrum eines Romans? Vielleicht hat es damit zu tun, dass Ransmayr, wie er einmal in einem Interview meinte, "alte Menschen mit skurrilen Leben in einsamen Landschaften" faszinieren. Und Ovid, der 43 vor Christus - ein Jahr nach der Ermordung von Julius Cäsar - geboren wurde, führte ein schillerndes und bewegtes Leben, das in einer einsamen, zivilisationsfernen Landschaft im Jahr 17 n. Chr. zu Ende ging.

Christoph Ransmayrs Roman "Die letzte Welt" beginnt mit dem Gerücht, Ovid sei in Tomi gestorben. Cotta, ein Bewunderer des Dichters, macht sich auf nach Tomi. Dabei stößt er auf eine Stadt, die mit Figuren aus den Metamorphosen bevölkert ist. Er findet zwar immer wieder Spuren des Dichters, nicht jedoch ihn selbst. Aber nach und nach beginnt sich Cottas Leben in Tomi zu verwandeln. Ransmayr verwebt in seinem Roman das historisch verbürgte Leben des römischen Dichters in den Bilderbogen der antiken Mythologie. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, so gibt es etwa im Rom des Augustus Telefone, ein Zwerg betreibt ein Wanderkino und reist mit einem Projektor durchs Land, Ovid schickt seiner Frau ein Foto der Stadt Tomi.

Im Wiener ORF-Funkhaus hat Ransmayr seinen Roman Die letzte Welt als achtteilige CD-Edition aufgenommen, eine Koproduktion von Argon Verlag und ORF. Österreich 1 sendet die leicht gekürzte Gesamtaufnahme von 15. Juni bis 28. September in insgesamt 16 Folgen - jeweils sonntags von 9.30 - 9.55 Uhr. Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.ORF.at

Quelle: ORF

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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