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Monika Röth (monika), 04.12.2008

Neues Hörspiel von Friederike Mayröcker am 9.12. in Ö1 - es liest die Autorin

"Gärten, Schnäbel, ein Mirakel, ein Monolog, ein Hörspiel" - dieses von Friederike Mayröcker geschriebene und gelesene Hörspiel in der Regie von Klaus Schöning wird in Ö1 am Dienstag, den 9. Dezember 2008 im Rahmen des "Hörspiel-Studios" ab 21.00 Uhr ausgestrahlt.

Es war keine ganz leichte Übung für die große alte Dame der österreichischen Literatur. Fünf heiße Sommertage lang verbrachte Friederike Mayröcker jeweils mehrere Stunden im Wiener Funkhaus um ihr jüngstes Hörspiel aufzunehmen. Satz für Satz, Wort für Wort, in endlosen Schleifen und Wiederholungen. Ihren Text mit dem programmatischen Titel "Gärten, Schnäbel, ein Mirakel, ein Monolog, ein Hörspiel" liest Friederike Mayröcker selbst. Ein Vorhaben, das sie unbedingt realisieren wollte. Regie in dieser Koproduktion des ORF mit dem Südwestrundfunk Stuttgart führt Klaus Schöning, ein langjähriger Weggefährte Friederike Mayröckers. Zu hören ist "Gärten, Schnäbel, ein Mirakel, ein Monolog, ein Hörspiel" im "Hörspiel-Studio" am 9. Dezember ab 21.00 Uhr in Ö1.

In diesem Hörspiel flaniert Friederike Mayröcker durch einen Park poetischer Assoziationen. Vergangene Sommertage huschen vorbei, geradezu heiter reflektiert die Dichterin ihre physische Existenz. "Habe Leibschmerzen", notiert sie. Und: "Während ich tippe krümmen sich meine Zehen, vermutlich Wärme zu erzeugen." Selbstverständlich taucht auch ER immer wieder auf, Ernst Jandl, der Begleiter durch Jahrzehnte. "Wie lieblos bin ich mit IHM umgegangen, als ER schwach und krank war." Klaus Schöning, als Regisseur ebenfalls ein langjähriger Partner der Dichterin, hat Friederike Mayröckers Monolog arrangiert und mit Klangkompositionen von Nadja Schöning zu einem Stück berührender Radiokunst verwoben. "Ein Dichter", sagt Mayröcker, "musz Spuren hinterlassen ... am 24. August schreibe ich in mein Notizbuch meine Tage sind gezählt, und dennoch: wie glücklich ich bin ...".

Friederike Mayröcker, die diesen Dezember ihren 84. Geburtstag feiert, zählt zu den produktivsten und innovativsten Hörspielautorinnen der Gegenwart. Mehr als dreißig Stück weist ihr Werkverzeichnis mittlerweile aus, ihr Hörspielschaffen umfasst dabei einen Zeitraum von bald vier Jahrzehnten. Einige der Arbeiten, darunter die bahnbrechende frühe Stereoarbeit "Fünf Mann Menschen", hat sie gemeinsam mit Ernst Jandl geschrieben. 1969 wurden die beiden dafür mit dem renommierten deutschen "Hörspielpreis der Kriegsblinden" ausgezeichnet. Was bereits darauf hinweist, dass Friederike Mayröcker Hörspiele nie als literarische "Nebenprodukte", sondern stets als eigenständige, radiophone Wesen betrachtet hat. Ein Zugang, den man hierzulande nicht immer entsprechend zu würdigen wusste. Viele ihrer Produktionen sind in Stuttgart, Köln, Berlin oder Hamburg entstanden. Österreich war, bedauerlicherweise, über einen längeren Zeitraum nicht wirklich die Heimstatt der Avantgarde. Doch bereits ihr Stück "Das zu Sehende, das zu Hörende" wurde, in der Regie von Götz Fritsch, 1997 vom Ö1-Publikum zum "Hörspiel des Jahres" gewählt. Nähere Informationen zum Programm von Österreich 1 sind abrufbar unter http://oe1.orf.at. (ih)

Quelle: ORF

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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