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Günter Rubik (grubik), 22.04.2007

Leipzig 2007: Audible.de

Wir haben mit Nils Rauterberg von Audible.de auf der Leipziger Buchmesse gesprochen und nachgefragt, was der Marktführer in Sachen Hörbuch-Download geplant hat.

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie den Wort-Drachen (zwei Kopfhörer aus denen Buchstaben und Wörter strömen, die sich zu einem Drachen formen), den Audible.de in seiner aktuellen PR-Kampagne in nächster Zeit öfter zu sehen bekommen; den das erklärte Ziel von Audible.de ist - natürlich nicht ganz uneigennützig - dem Hörbuch zu mehr öffentlicher Wahrnehmung zu verhelfen. Dazu gehören sowohl die aktuell im Kino laufenden Werbespots, als auch diverse Kooperationen mit Zeitungen.

Daneben wird Audible.de weiter auf den bereits eingeschlagenen Weg der ungekürzten Eigenproduktionen setzen, die zwar später auch in gekürtzer Variante auf CD im normalen Handel zu haben sein wird, aber eben in ganzer Pracht nur bei Audible.de und weiters nur für Abonennten. Die gekürzten Varianten auf CD sind keine getrennten Produktionen, sondern entstehen durch Schnitt aus den kompletten Fassungen.

Den Trend zu ungekürzten Produktionen sieht Audible.de auch durch eine soeben fertiggestellte Studie belegt, in der der typische Download-Käufer als Männlich, mit meist höherem Einkommen und höherer Schulbildung im Vergleich zum CD-Käufer ermittelt wurde. Und diese hören überwiegend unterwegs und wünschten sich zu 70% ungekürzte Produktionen.

Nach weiteren Aktionen gefragt denkt Audible-Mann Nils Rauterberg auch über MP3-Player mit vorinstalliertem Audible-Content nach.

Auf die Möglichkeit der amerikanischen Kollegen angesprochen, die ihren Kunden erlauben, die monatlichen Credits eines Abonnenten ins nächste Monat mitzunehmen: "Im Prinzip stehen uns alle technischen Möglichkeiten der amerikanischen Kollegen offen. Wir sehen uns die Dinge an, die funktionieren und werden diese auch bei Audible.de nutzen." Allerdings ist die Möglichkeit bei deutschen Kunden derzeit noch nicht wirklich nachgefragt, meint Rauterberg.

Auf die Limitierungen angesprochen, die die aktuell speziell für die Wiedergabe von Sprache optimierten Audible-Formate bei der Tonqualität bei Hörspielen haben, erfahren wir, daß daran bereits gearbeitet wird. Die Weiterentwicklung wird hier stark von der deutschen Audible Niederlassung gefordert, denn die amerikanischen Kollegen - deren Hörbuchmarkt stark von Lesungen geprägt ist und bei dem das Radioplay nur eine Randerscheinung ist - hatten diesem Problem bisher zu wenig Aufmerksam geschenkt. Ein neues Audible-Format speziell für Hörspiele also? Zumindest nicht kurzfristig. Denn solch eine neue Kodierung müsste natürlich mit allen derzeit für Audible vorbereiteten Playern kompatibel sein - der Preis für die Verwendung eines eigenen, nicht MP3-kompatiblen Tonformats.

Günter Rubik (grubik)
e-mail: grubik@audiobooks.at

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