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02.02.2005

Form einer Frage | Bout the Concrete

Das Hörspiel Form einer Frage | Bout the Concrete läuft seit 18.1. vor dem Fluc am Praterstern. Wegen des Erfolges wurde es bis 4. Februar verlängert.

Vor einem Jahr: Ein PKW kommt aus der Fussgänger- und Fahrradunterführung von der Praterhauptallee heraus, fährt auf das Fluc im Zentrum des Wiener Pratersterns zu und kracht in die davor aufgestellten Gartenmöbel.

Der Fahrer und sein Kompagnon steigen aus, betrachten die Dellen und ihr beschädigtes Abblendlicht, und meinen zum zusammengelaufenen Kreis der Besucher

„jo, das ist jetzt ein Schaden von 1.000 Euro, gebts mir 500, dann samma quit.“

Schließlich wäre das Lokal ja im Weg gestanden. Tatsächlich hatten die Beiden in der Fußgängerpassage für den Zubringer zur Autobahn gehalten.

Klingt wie ein Witz, ist aber der weithin unumstrittene Kern, einer Geschichte, die sich im vergangen Jahr dort ereignet hat. Zeitlich begrenzt, im Weg und nie wirklich da: Ebenso allegorisch für einen Platz, der sich selbst „Fluc“, abgeleitet von „Flucturating Rooms“, nennt.
Wie von Beginn an vereinbart, muss das Lokal am 28.Februar den Platz für die Umbauarbeiten am Praterstern räumen.

Zur Installation wurde ein Wagen gegen das Lokal gefahren. So steht er hier, verkeilt mit dem Fluc und den davor stehenden Gartenmöbeln.
Im Inneren loopt das Hörstück aus dem Autoradio: Vier Zeugen des Abends versuchen die Geschichte zu rekonstruieren.

Schon zu Beginn der Aufnahmen, begann auch die Geschichte an ihren Enden auszufransen:

„Die Tische standen draußen… weil letzten Januar wars im Winter mal ein paar Tage mal total warm…“

„Es war ein warmer Frühsommer-Abend. Die Menschen hatten T-Shirts an, keine Jacken, keine Schals“.

Das Unkonkrete „er hatte irgendwas, ich glaub er hatte keinen Fuß“, stellte sich in Gegensatz zum Konkreten (concrete=Giessbeton), dass schnell vergessen wäre, weil es eine Lösung hat, keine Legende, und damit keine Substanz. Und so war es eine leichte Entscheidung die Erzählung wage zu belassen, die Ungereimtheiten sogar weiter herauszuarbeiten.

Das außergewöhnliche Projekt stammt von keiner Unbekannten der "Hör-Szene" von Wien: Martina Lunzer Brem. Im letzten Sommer haben wir ihr die Hörspiel-Veranstaltung "Hörspiel hören, Schafe sticken" zu verdanken, bei der im Wiener Top-Kino zu Hörspielklassikern und Klang-Installationen geladen wurde. Und um die Nerven zu schonen, gab's für jeden Besucher ein Stickset. Nun hat sie sich mit dem Institut für transakustische Forschung (den Veranstaltern des 2.Hörspiel Festivals) zusammengetan und haben gemeinsam das Hörspiel produziert.

Bis zum 4. Februar gibt's noch Gelegenheit sich 12 Minuten ins Auto am Praterstern zu setzen und die Geschichte zu erleben.

Mehr zum Projekt findet sich auf der Hompage von Martina Lunzer Brem:
www.martinabrem.net/229.html


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