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Monika Röth (monika), 03.04.2009

Fiktive Geschichte trifft reale Geschichte: szenische Lesung mit Ortswechsel

"Empfänger unbekannt" ist ein berührendes Briefdrama über das Zerbrechen einer Freundschaft durch das "Gift" des Nationalsozialismus. Es ist die Geschichte eines feigen Verrats und einer eiskalten Rache. Die Premiere von Empfänger unbekannt von Kressmann Taylor findet am Mittwoch den 15. April 2009 um 20:00 Uhr im Röhrenbunker Tarpenbekstr. 66 (Ernst-Thälmann-Platz) in Hamburg statt.

Als Kressmann Taylors "Address Unknown" im September 1938 in der amerikanischen Zeitschrift Story erschien, geriet dies zu einer publizistischen Sensation. Taylor zeigte den Amerikanern erstmals das wahre Gesicht des Nationalsozialismus. Ein literarisches und historisches Zeitdokument ersten Ranges.

Als Expertin für ungewöhnliche Theaterorte ("Ausblick auf das Paradies" in den Grindelhochhäusern, 2004) hat sich die Regisseurin Stephanie Kunz gemeinsam mit den Schauspielern Jens Wawrczeck und Helmut Zhuber auf die Suche gemacht und ist dabei auf eine Reihe von Orten gestoßen, die heute noch Anlass geben, sich an die NS-Geschichte Hamburgs zu erinnern.

Orte an denen damals Menschen gelebt und gelernt haben, aber auch Orte an denen sie großes Leid erfahren haben. Jeder Ort, jedes Gebäude kann seine ganz eigene Geschichte erzählen: die Talmud Tora Schule, die Israelitische Töchterschule, die ehemalige Gestapo-Zentrale an der Stadthausbrücke, ein Röhrenbunker in der Tarpenbekstraße, der ehemalige Hannoversche Bahnhof, das ehemalige Konzentrationslager Neuengamme und andere.

An diesen Orten - die unterschiedlicher nicht sein können - wird die bewegende Geschichte der beiden Freunde Max Eisenstein und Martin Schulze lebendig. Die Orte fordern dabei nicht nur zur Auseinandersetzung mit der fiktiven Geschichte heraus, sondern sind gleichsam selbst Zeugen realer Geschichte.

Der Jude Max betreibt mit seinem deutschen Geschäftspartner und Freund Martin eine Kunstgalerie in San Francisco. Martin kehrt 1932 mit seiner Familie nach Deutschland zurück, und damit beginnt eine regelmäßige Korrespondenz zwischen beiden. Als sich der Jude Max Anfang 1933 bei Martin nach "diesem Adolf Hitler" erkundigt, muss er feststellen, dass sich Martins Zweifel an dem neuen Regime sehr schnell zerstreut haben. Beunruhigt von den Meldungen über brutale Übergriffe der Nazis an Juden, bittet Max seinen Freund um Hilfe für seine Schwester Gisela, die als jüdische Schauspielerin in Deutschland ständig in Gefahr ist. Schon wenig später steht sie - verfolgt von einem Trupp SA-Leuten - vor Martins Tür...


Premiere
Mittwoch, 15. April, 20:00 Uhr im Röhrenbunker Tarpenbekstr. 66 (Ernst-Thälmann-Platz)


Weitere Vorstellungen am
Donnerstag, 16. April, 20:00 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben
Freita, 17. April, 20:00 Uhr, Israelitische Töchterschule
Samstag, 18. April, 20:00 Uhr, Ort wird noch bekannt gegeben
Sonntag, 19. April, 13:15 Uhr, KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Jean-Dolidier-Weg 75 - anschließend Möglichkeit zur Teilnahme an einer Führung zum Thema "Jüdische Häftlinge im KZ Neuengamme"
Sonntag, 19. April, 19:00 Uhr, Synagoge der Jüdischen Gemeinde Hamburg Hohe Weide 34
Samstag, 25. April, 20:00 Uhr, Röhrenbunker Tarpenbekstr. 66 (Ernst-Thälmann-Platz)
Sonntag, 26. April, 19:00 Uhr, Talmud Tora Schule, Grindelhof 30

Inszenierung: Stephanie Kunz
mit: Jens Wawrczeck und Helmut Zhuber | Ausstattung: Christoph Birth | Dramaturgie: Heike Skiba

Die Produktion wird gefördert durch die Behörde für Kultur, Sport und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg und den Fonds Darstellende Künste e.V., Bonn

Die Veranstaltungen im Röhrenbunker finden in Kooperation mit dem Stadtteilarchiv Eppendorf e.V. statt.

Tickets: 8/14 Eu
Vorbestellungen ab sofort unter: empfaengerunbekannt@freenet.de
Oder Telefon: +49 (0)176.97108610

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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