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25.05.2008

Die Hörspiel 2008 Nachlese

Es war toll. Für den Hörspielliebhaber hatte Die Hörspiel 2008 am gestrigen Samstag alles was das Herz begehrt: eine Menge Verlage aus der Hörspielszene, Sprecher vor Ort und jede Menge Veranstaltungen. Bei den Verlagen reichte die Palette von kleinen "Amateur"labels (Jammertal,Farelia? Records) über junge aufstrebende Produzenten (Canora, Dreamland und natürlich auch LAUSCH) bis hin zu Hörspiel-Urgesteinen, wie z.B. Europa oder die Verlagsgruppe Hermann, zu der auch das Label Maritim gehört.

Das kleine Team von LAUSCH war gleich doppelt im Einsatz. Nicht nur der eigene Stand - übrigens ein Designstück, bei dem die Kopfhöhrer von der Decke baumelten und jeder der Wollte konnte sich einen greifen und probe-"lausch"-en - war zu betreuen. LAUSCH war auch die komplete Organisation des Events zugefallen und sorgten auch mitunter auf den beiden Veranstaltungsbühnen für ihr Publikum.

Der Hühnerposten, eine ehemalige Postzentrale in Hamburg, in der jetzt auch im ersten Stock eine öffentliche Bibliothek untergebracht ist, liegt mitten in der Stadt und ist vom Hauptbahnhof nur wenigen Minuten Gehzeit entfernt. Über eine breite Treppe erreicht man das Erdgeschoß, mit den insgesamt vier Sälen, in den die Hörspiel 2008 stattfand. Im Größten davon, gleich nach dem Eingang, waren die Tische und Stände der Aussteller untergebracht. Die meisten davon auf Tischen in der Saalmitte, an den Wänden die etwas größeren Messestände von LAUSCH, Europa, Verlagsgruppe Hermann und dem Hörspiel-Händler Pop.de, die quasi als Messebuchhandlung fungierte und ein Paradies für Hörspiel-Liebhaber aufbaute. Daneben war der Stand des Comic-Universums, auf dem Hörspiel-Liebhaber Kassetten zu Super-Sonderpreisen kaufen konnten. Und natürlich hatten auch alle Labels Sonderangebote für ihre Produkte und Merchandisingartikel, wie T-Shirts oder Poster.

Im nächsten Saal wurde es dann gemütlich. Hier gabe es nicht nur die Bar, an deren Theke für den Hunger der Gäste das passende Gegenmittel bereitstand und Kaffee und Getränken zu haben waren. Auch war hier die Lounge-Bühne eingerichtet, auf der in breiten bequemen Sofas Workshops, Diskussionsrunden und Interviews stattfanden. Gleich dreimal waren z.B. Anne Künstler und Rene Wagner, die normalerweise Buchhändler in ihren Seminaren beim Verkauf von Hörbüchern coachen, im Einsatz und erzählten den anwesenden Labels wissenswertes über Vertrieb, Buchhändlern etwas über den Verkauf von Hörspielen und den Fans, woran gute Hörspiele zu erkennen sind. Aber auch die Labels selbst und Vertreter von Internet-Communities kamen zu Wort. Selten blieb ein Platz der Bestuhlung vor der Bühne leer und oft genug hatte man die Qual der Wahl, ob man nun die Ausstellung, eine Veranstaltung in der Lounge oder auf der im nächsten Saal befindliche Show-Bühne besucht.

Zwar war der nächste Saal gleich anschließend, aber eine Doppeltür verhinderte, daß sich die Veranstaltungen akustisch gegenseitig störten. Der größere Saal bot nicht nur mehr Platz für Besucher, sondern auch eine größere Bühne, aber der hauptsächlich Live-Hörspiele geboten wurden. Beispielsweise konnte man bei einem Jan Tenner-Hörspiel mit insgesamt 5 Sprechern bei einer Folge hautnah dabei sein. Zum krönenden Abschluß inszenierte Gastgeber LAUSCH sein kultiges "Böse - Alles wird gut" mit vier Sprechern, inklusive LAUSCH-Geschäftsführer und Böse-Erfinder Günter Merlau und einem absolut fabelhaften Gesangspart von LAUSCHs Marketing-Frau Janet Sunjic (Janet kommt aus der Musikszene).

Wer also den Tag bis zum Ende durchgehalten hatte (die Messe begann um 10 Uhr und endete mit der "bösen" Veranstaltung um 19 Uhr 30) wurde fabelhaft unterhalten und konnte um Ende noch Tränen lachen. Wer übrigens nicht dabei sein konnte: "Böse - Alles wird gut" gibt es auch auf CD und unterhält auch ohne die Show auf der Bühne ausgezeichnet.

Der vierte Saal war für die Kinder reserviert, mit denen die Schauspielschule TASK einen Hörspiel-Workshop veranstalteten. Obwohl leider die jüngeren Besucher kaum vertreten waren. Also mussten die Ameistenfühler von Andi Meisfeld am Stand von Dreamland an die etwas älteren verteilt werden und spätestens Mittags liefen auf der Messe reihenweise angehende Ameisen herum.

Dreamland verkaufte übrigens auf der Messe schon vor dem offiziellen Start den dritten Teil von Toni Ballard und dem Kindertitel Andi Meisfeld, bei Canora war das brandneue Professor Zamora zu haben. LAUSCH erlaubte erste Einblicke auf den erst im Herbst erscheinenden Hellboy und Günter Merlau zeigt auf der Bühne mittels PC auch gleich, wie einzelne Szenen am Computer zusammengestellt werden. Die Lauscherlounge erlaubte ebenfalls ein Hineinhören in die neue, in Kürze erscheinende Serie Dodo, über einen Jungen, der per Telefon einen mysteriösen Auftrag bekommt - mehr wurde bisher nicht verraten.

Daneben gab es für Fans reichlich Gelegenheit mit Autoren und Sprechern ins Gespräch zu kommen. Von Hörformat war beispielsweise Autor und die beiden Hauptsprecher von Peter Lundt, blinder Detektiv auf der Messe und natürlich wurden haufenweise CDs signiert und zu einzigartigen Sammelstücken gemacht.

Nach einer ersten Schätzung konnte die Hörspiel 2008 knapp 1.200 Besucher bei strahlend schönem Wetter in die Säle des Hühnerpostens locken - eine respektable Leistung für eine Veranstaltung, die es zum ersten Mal gab und die dementsprechend auch von Fernsehen und Radio wahrgenommen wurde. Die Säle waren belebt, aber nicht unangenehm überfüllt und allgemein war eine ausgesprochen gute Partystimmung ausgerufen, als die Kassettenkinder sich selbst feierten.






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