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Monika Röth, 23.03.2003

Das war die Leipziger Buchmesse

Vom 20. bis 23. März ging in Leipzig wieder die Buchmesse über die Bühne. Natürlich wieder mit einem Besucherrekord (88.000 Besucher) schloss Sonntag die Leipziger Buchmesse. Knapp 2000 Aussteller präsentierten ihre Produkte und mit einem Anteil von ca. 100 Ausstellern aus dem Hörbuch-Segment ist die Messe auch der Event in der deutschsprachigen Hörbuchbranche. Wobei die Zahl mit etwas Vorsicht zu geniesen ist, da Verlage im Messekatalog in der Kategorie Hörbuch aufgelistet wurden, die nur einen Titel vorzuweisen hatten; andererseits war der Hörverlag in der Kategorie Hörbuch des Messekatalogs überhaupt nicht vertreten. Mit einem massiven Rahmenprogramm rund um's Hörbuch, unter anderem der ARD-Radionacht des Hörbuchs, in deren Verlauf auch der Hörkules 2002 verliehen wurde, war die Leipziger Buchmesse trotzdem den Besuch wert.

 

Was gab es zu sehen?

Wie immer war die Messe in Leipzig gewohnt gut organisiert und besonders ab dem 2. Tag förmlich von Meschenmassen überrannt. Erster Anlaufpunkt für jeden Hörbuchinteressierten war der riesige Gemeinsschaftsstand in Halle 3 - in Summe die wahrscheinlich größte themenbezogene Fläche der ganzen Messe. Auch Verlage, die im restlichen Messebereich noch mit einem eigenem Stand vertreten waren, präsentierten dort zumindest an jeweils einer Wand eine Auswahl ihres Programms. Daneben zeigten die ARD-Rundfunkanstalten ihre aktuellen Hörbuchprogramme und neuesten Produktionen.

 

Neben der reinen Ausstellung gab es noch zwei ergänzende Bereiche:

 

Im Hörbuch-Forum fanden stündlich Lesungen, Diskussionen und Live-Sendungen zum Thema Hörbuch statt. Einige uns besonders bemerkenswerte Auftritte hatten dort z.B. Christian Brückner mit "Bartelby" und Dietmar Mues mit "Der Graf von Monte Christo".

 

In der Hörbuchhandlung gab es eine umfassende Auswahl von Hörbüchern aller Genres zum Kauf. So konnten Neuerscheinungen, die man gerade an einem der Stände entdeckt hatte, gleich käuflich erworben werden. Bei Wolfgang Hohlbeins Intruder, der bei Lübbe im Regal stand und das wir uns gerne mitgenommen hätten, hat das zwar leider nicht geklappt, aber wir hoffen, daß das die Ausnahme war.

 

Der in einem Vortrag des Börsenvereins beschworene Einfallsreichtum bei der Präsentation von Hörbüchern war auf den Ständen der Verlage abseits des Gemeinschaftsstandes leider nicht zu merken. Meist standen die Hüllen einfach im Regal oder einem Ständer, meist war auch nicht immer ein CD-Player mit Kopfhörern vorhanden. Selbst am Stand von Patmos, deren Hörbuch "Der kleine Prinz" während der ARD Radionacht den Hörkules 2002 erhielt, wurde nur durch die Statue auf einem Regal in 2m Höhe herausgestellt. Da hätte man mehr daraus machen können.  Erfrischend war deshalb der Auftritt der deutsche Grammophongesellschaft in wohnzimmerähnlichen Ambiente (inkl. einer echt kranken Tapette), obwohl es ein Glückspiel war, auf welchem Kopfhörer welches Hörbuch lief.

 

Was es zu den einzelnen Verlagen nun zu sehen gab, gibt es in den folgenden Artikeln zu lesen.

 


Trends

Der Trend zur CD ist klar. Während wir im letzten Jahr noch mit einigen Ausstellern diskutierten, ob die Haltbarkeit der CD nicht  entscheident ist, oder ob auf die vielen Kassettenradios in den Autos Rücksicht genommen werden sollte, wurden in diesem Jahr fast nur mehr CDs ausgestellt. Obwohl fast alle Titel natürlich "auch" auf Kassette erhältlich sind.

 

Obwohl wahrscheinlich die Verpackung beim Audiobook wirklich nachrangig ist: das Auge isst mit. Gefallen hat in diesem Zusammenhang eine Produktion namens "just4woman", eine erotische Hörspielserie für Frauen (wird noch getrennt vorgestellt). Und natürlich die  Vorzugsausgaben der Perry Rhodan Reihe von Eins A Medien/Audiopool.

 

Krimi, Thriller und Horror bilden die Basis der angebotenen Hörbücher. Gefreut haben wir uns über einige Namen, die wir bisher nur von englischsprachigen Serien kannten, z.B. Katty Reichs "Knochenlese" oder Diana Gabaldon "Feuer und Stein". Nachdem im englischen bereits mehrere Fortsetzungen existieren, ist der Nachschub gesichert. Auch die uns ans Herz gewachsenen Sprecher, wie Christian Brückner, Franziska Pigula, Dirk Bach, etc. sind mit ein oder mehreren Büchern vertreten.

 

 

Messe im Internet

Erstmals gab es in diesem Jahr eine Hörbuchmesse im Internet. Diese wird von der Leipziger Buchmesse und dem Informationsportal "Hoergold.de" (www.hoergold.de) veranstaltet, wobei letztere auch am Gemeinschaftsstand mit einem Stand vertreten waren. Unter http://leipzig.hoergold.de werden die Neuerscheinungen der Verlage, die sich am Gemeinschaftstand präsentieren, mit kurzen Hörproben vorgestellt.

 

Bereits Ende Februar startete auf der neuen Adresse www.hoerkules.de, die in Absprache mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels eingerichtet wurde, das Messe-Special des bekannten Hörbuchportals Hoerothek.de und eine Fülle von Informationen, u.a. zum Rahmenprogramm, zu den beteiligten Verlagen und natürlich zum HörKules. Hinzu kommen Rückblicke auf die vergangenen Jahre sowie Interviews mit Sprechern, die man lesen und auch hören kann.

 

Äußerst aktiv in der Präsentation der Messe im Internet war auch der MDR, der mit zahlreichen Live-Streams auch denen Information bot, die keine Zeit zum Messebesuch hatten. Eine Nachlese findet sich unter www.mdr.de.

 

Und wer gerne Zahlen schwarz auf weiss sehen möchte, sollte bei www.leipziger-messe.de vorbeischauen.

Monika Röth
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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