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Monika Röth (monika), 08.07.2008

6. Leipziger Hörspielsommer mit anspruchsvollem und abwechslungsreichen Programm

Mit einem hochwertigen Programm möchte der Hörspielsommer e.V. vom 11. bis zum 20. Juli zahlreiche Gäste zum gleichnamigen Festival in den Richard-Wagner-Hain locken. "Es gibt gruselige, lustige und traurige Geschichten, natürlich auch Experimentalhörspiele und Collagen.

Die Produktionen beeindrucken nicht nur inhaltlich, sondern sind auch toll produziert und setzen die speziellen Anforderungen des Genres nahezu perfekt um", schwärmt Anja Frank, Leiterin der AG Programm. "Außerdem freue ich mich, dass viele unserer diesjährigen Live-Gäste hörspielbezogen arbeiten. Dadurch wird das Profil des Festivals gestärkt."

Insgesamt mehr als 80 Stücke und Live-Darbietungen können interessierte Besucher an den verschieden Themenabenden und -nachmittagen des 6. Leipziger Hörspielsommers verfolgen. Wochentäglich von 17.00 bis 19.00 Uhr, am Wochenende bereits ab 15.00 Uhr sind Kinder König im Richard-Wagner-Hain, denn dann werden ausschließlich Stücke für Mini-Hörspielfreunde präsentiert. Stücke freier Hörspielmacher, die es in die Vorauswahl des diesjährigen Hörspielwettbewerbs geschafft haben, laufen täglich zwischen 19.00 und 20.00 Uhr. Das anschließende Abendprogramm dauert bis ca. 23.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Abendprogramm Mit dem Auftakt Basis und Überbau beginnt der 6. Leipziger Hörspielsommer gesellschaftskritisch: Zunächst fragt "Ein Menschenbild, das in seiner Summe Null ergibt" nach den Auswirkungen der modernen Lebens- und Arbeitswelt, anschließend erwartet das bildungshungrige Publikum die kürzeste und vollständigste Umsetzung von Karl Marx' Kapital, erster Band. Ein Feuerspektakel mit der Leipziger Jongliergruppe iskra, seit nunmehr vier Jahren gern gesehener Festivalgast, rundet den Abend ab.

Am Samstag erfüllt das vielfältige Summen der Städte den Richard-Wagner-Hain: Patrick Franke ist live vor Ort mit einer Klangcollage der innerstädtischen Vogelwelt und ihren Erforschern. Akustische Stadt-Hörbilder liefern die Remixes des berühmten Klassikers "Weekend" von Walter Ruttmann durch zeitgenössische Künstler. Schließlich wird mit "Hochhaus" von Paul Plamper ein abgründiges Hörspielspektakel mit Videoinstallation über Stadtbewohner zur Aufführung gebracht.

Am Abend Listen. Time passes. geht es darum zu hören, wie die Zeit vergeht. Zunächst legen die Mitglieder des Liquid Penguin Ensembles im Live-Hörspiel "Gras wachsen hören" ihre Ohren ganz dicht an den Puls einer Aloe Vera. Der Klassiker "Unter dem Milchwald" von Dylan Thomas belauscht das Leben und Träumen in einem irischen Fischerdorf.

Auf hohe See begibt sich der Hörspielsommer am Montag: "Schiffbruch" ist ein literarisches Feature mit realem Hintergrund, anschließend verfolgt das Publikum Kapitän Ahabs Jagd auf "Moby Dick" in einer großartigen Bearbeitung.

Am Dienstag stehen Hörspiele im Vordergrund, die (Liebes-)Briefwechsel akustisch umsetzen. Bitte freimachen. Liebe in Briefen lüftet die Briefgeheimnisse von Arthur Schnitzler, Franz Kafka und Gräfin Franziska zu Reventlow.

Spucknapf Stories. Whisky Wisdom - die Hörspiele am Mittwoch entführen das geneigte Publikum zwar in den Wilden Westen, aber nicht immer nach Amerika. Winnetou I ist die Studioproduktion des Originalbühnenstückes der Felsenbühne Rathen, "Spiel mir das Lied vom Tod" und "Doc Holliday" reflektieren sozusagen als Metawestern auf komische Weise die Gesetzmäßigkeiten des Genres.

Problem oder Lösung - Gedanken zum Deutschen Herbst kommt Hörspielsommertraditionalisten womöglich bekannt vor - der Themenabend stand schon 2007 auf dem Programm, musste aber wegen Regen ausfallen. Zwei Stücke nähern sich dem Phänomen RAF. "Die verlorene Ehre der Katharina Blum" ist die Hörspielbearbeitung der erfolgreichen Erzählung von Heinrich Böll.

Am Freitag sollten Angsthasen zu Hause bleiben, denn Fiese Viechers sind zurück und machen den Richard-Wagner-Hain unsicher: "Konga, der Menschenfrosch" und King Kong in einem Live-Hörspiel von Stefan Kaminski. Der Abend schließt mit dem Stück "Walk of Fame", einer Hommage ans Horrorgenre.

Mittlerweile ist es fast schon Tradition, die Hörspielsommerbesucher an die Krimitheke zu bitten. Krimikri präsentiert mit "Schöne Aussicht" die Hörspielumsetzung eines klassischen Genres der Detektivunterhaltung: einen Radio-Tatort. Die Gruppe Kolportage.com dürfte Einigen von früheren Festivals ein Begriff sein und bringt das Hörspiel zum Hinsehen "Ramona Glass in Teufels Küche" zur Aufführung.

Schließlich serviert der Hörspielsommer am Abschlussabend einen tödlichen Cocktail: Kill Royal. In "Der Besuch des Leibarztes" von Per Olov Enquist geht es um Affären und Intrigen am dänischen Hofe zur Zeit der Aufklärung.

Kinderprogramm: Jeder Nachmittag versammelt Stücke für klitze- und mittelkleine Hörspielfans zu einem übergeordneten Thema. Zunächst dreht sich alles um Liebe und Freundschaft, später um das Was Mut macht und dass man sich manchmal einfach nur trauen muss. Am Best-Of-Sonntag präsentiert der Hörspielsommer die schönsten Kinderstücke der vergangenen Festivals. Lasst die Kleinen Groß zeigt, dass man nicht groß sein muss, um Großes zu leisten. Auch Tierische Gefährten sind natürlich auf der Wiese mit von der Partie. Bei GeschichtenGeschichten geht es um Geschichten, bei denen es um Geschichten geht. Auf der Spur heißt ein unheimlicher Krimitag, bei dem die Kleinen unter anderem mit den drei Fragezeichen auf die Pirsch gehen können. Der Frage nach Gemeinschaft und Verantwortung widmen sich zwei Hörspiele, darunter der Klassiker "Die Welle". Märchen- und fabelhaft wird es am zweiten Samstag, und zum abschließenden Musiktag locken Hörspiele mit Melodie.

Außerdem hat der Hörspielsommer e.V. Vorleser, Märchenerzähler, Geräuschemacher und sogar ein ganzes Orchester eingeladen. Am 12. Juli liest der Leipziger Schauspieler Torben Kessler die Geschichte vom nichtsnutzigen Sultan und seinem Diener Kotzbrocken, der Berliner Geräuschemacher Mark Reeder begleitet ihn. Der Märchenerzähler Uwe Hilbig erzählt am 19. Juli die Geschichte vom reichen Räuber Mahib Kasib. Am Abschlusstag spielt die STÜBA philharmonie "Das Tierhäuschen", ein musikalisches Puppenstück nach dem russischen Märchen von Samuil Marschak.

Wie in den vergangenen Jahren wird an den Wochenenden ein Spieltisch aufgebaut, bei dem die kleinen Zuhörer ihre Eindrücke zu Bildern und Basteleien verarbeiten können.

Noch mehr Informationen zum Festival, zu den einzelnen Stücken und zum Hörspielsommer e.V. finden Sie im Internet unter www.hoerspielsommer.de

Quelle: Hörspielsommer e.V.

Monika Röth (monika)
e-mail: mroeth@audiobooks.at

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